No Country for Old Men

Vorsicht wer es noch nicht gesehen hat. Spoiler! 

Die Academy Awards hab ich zwar wie bereits erwähnt erfolgreich verpasst, und auch im Kino war ich leider seit einiger Zeit nicht mehr, trotzdem haben wir es am Wochenende geschafft, „No Country for Old Men“ auf Blu Ray anzugucken.

Ich bin restlos begeistert! Das ganze kommt fast wie eine Art Retro-Western daher, und alleine die Bilder der texanischen Wüste und die Atmosphäre, die während des gesamten Films herrscht, haben mich von Anfang an gepackt.

Die Schauspieler überzeugen auch durch die Bank weg.

Tommy Lee Jones als alternder Sheriff Bell, der selbst einige Traumata zu verarbeiten hat, und am Ende eigentlich nur Zuschauer des Ganzen ist, und nichts erreicht.

Josh Brolin als Moss , der auf der Jagd per Zufall mitten in der Wüste die „Überreste“ eines schiefgegangenen Drogendeals entdeckt, einschließlich 2 Millionen Dollar Kohle in einem Koffer und dann durch eingene Dummheit irgendwie zwischen alle Fronten gerät.

Javier Bardem als Killer Chigurh mit seiner „Allzweckwaffe“, einfach sagenhaft brutal, kaltblütig dargestellt.

Und auch alle anderen passen perfekt ins Bild.

Das Ende allerdings könnte so manchen etwas ratlos zurücklassen. Man wartet vergebens auf einen showdown – der zwar stattfindet, aber nicht wie erwartet. Mehr verrate ich nicht – man sollte ihn sich unbedingt angucken.

Eine Warnung allerdings an alle, die Filme gerne im Originalton sehen: Diesen sollte man sich nur im O-Ton anschauen, wenn man wirklich GUT geübt ist, im Verstehen der Englischen Sprache, einschließlich diverser amerikanischer Dialekte. Der texanische Südstaatenakzent ist nunja…. überwältigend…. Für Ungeübte empfehle ich daher Untertitel – oder die deutsche Synchro, zu deren Güte ich allerdings nichts sagen kann, da wir nur die US-Blu-ray besitzen.

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2 Antworten zu No Country for Old Men

  1. Liebster schreibt:

    Mit „Intolerable Cruelty“ und „Ladykillers“ schienen die Coens ziemlich außer Form geraten zu sein – umso schöner, dass ihr „Comeback“ derart grandios ausfiel. „No Country for Old Men“ besticht durch grandiose Atmosphäre, wunderbare Bilder, tolle Schauspielleistungen – und eine Erzählweise, die sich Mainstream-Erwartungshaltungen komplett verweigert. Dazu sei nebenbei angemerkt, dass gerade ein darauf basierender (!) Verriss meine Erwartungshaltung im Vorfeld noch gesteigert hatte. KeinWunder, stammte dieser doch von einem der Aint-it-Cool-Stammschreiber…

    „No Country for Old Men“ führt den Zuschauer beinahe an der Nase herum, denn um das, worauf der Zuschauer angespannt warten mag, geht es ihm schlicht nicht.

    *Spoiler*
    So ist einer der Hauptdarsteller im Grunde ein nahezu passiver Zuschauer, der in seiner Person die Ereignisse reflektiert, sie jedoch nahezu nicht beeinflusst. Auch ein weiterer vermeintlich wichtiger Protagonist verschwindet schneller als erwartet von der Bildfläche.
    *Spoiler Ende*

    So ist es auch Teil des Gesamtkonzeptes, dass der Film auf viele offensichtliche Fragen keine Antworten gibt. Dumme Fragen von Sitznachbarn sind in deutschen Kinos somit garantiert, weswegen „No Country“ sich trotz Galerie-tauglicher Bilder eher für das Heimkino als einen Kinobesuch anbietet. Dieses Meisterwerk ungestört genießen zu können, dürfte hierzulande in einem öffentlichen Raum eher schwer fallen…

  2. john schreibt:

    interessante film … Ik zie deze film

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