Besonders interessant finde ich, daß das Waffenrecht nicht verschärft werden soll. Aber die bösen bösen Spiele…jaja. Ich hab’s doch gleich gesagt. Er hat mit Gamepad und Controller geschossen.
Wer schoneinmal eine echte Waffe in der Hand hatte weiß, daß man mit einem Controller oder eine PC-Tastatur weder zielen noch schießen wirklich erlernen kann. Aber was rede ich. Das wissen doch die Leute, die weder das eine noch das andere je selber getan haben immer viel viel besser.
Willkommen bei der neuerlichen Hetzjagd.












Es gibt unzählige Schützenvereine in Deutschland und es gehört schon fast zum deutschen Brauchtum diese zu pflegen. Von daher wird denen schon nix passieren….sogar ein Herr Pfeiffer ist Mitglied in einem Schützenverein.
Wir haben bereits eines der schärfsten Waffenrechte der Welt. Das weiter zu verschärfen – was brächte das?
Wenn ich die Polizeipsychologen richtig verstanden habe, dann wird ein Amoklauf geplant. Nicht spontan ausgeführt. Es sind in Deutschland auch weitaus mehr illegale als legale Waffen im Umlauf. Ein Beweis dafür, daß das Waffenrecht in der Tat sehr scharf ist.
Ich befürchte, die Verschärfung des Waffenrechts zu fordern, ist genauso unsinnig wie die Forderung nach weiteren Killerspielverboten.
P.S. der Verein, der den meisten jungen Menschen den Umgang mit Waffen beibringt, dürfte die Bundeswehr sein. Ich jedenfalls habe dort Schießen gelernt.
RushOliver: Sie tun dasselbe wie Herr Beckstein, wenn er auf die Killerspieler schimpft. Sie nehmen eine Gruppe von Menschen, denen Sie nicht zugehören, und glauben, wenn man nur die in ihren Rechten einschränkt (und nicht Sie in Ihren), dann wären Amokläufe verhindert.
@Oliver: Ich weiß, daß das der Grund ist. Aber auf diesen Quatsch immerwieder hinweisen schadet trotzdem nicht
.
@Germanpsycho:
„Ich befürchte, die Verschärfung des Waffenrechts zu fordern, ist genauso unsinnig wie die Forderung nach weiteren Killerspielverboten.“
Genau so wird es sein, und im Endeffekt auch genausowenig kommen. Außer, das Grundgesetz wird…aber lassen wir das.
Denn die Gründe für so eine Tat wird weder das eine, noch das andere je verhindern.
Dennoch ist dieses „Ungleichgewicht“ etwas sehr sehr Merkwürdiges…
@germanpsycho….. deshalb ja auch das zwinkernde Emoticon.
Ein Amoklauf ist eine Verkettung mehrerer Umstände. Fast alle dieser Amokläufer haben tiefgreifende seelische Probleme durchlitten die zum Teil durch die Gesellschaft und zum Teil durch die eigene Familie verursacht wurden. Diese Erkenntnis wird aber mit der Präzision einer schweizer Armbanduhr zur Seite gedrängt und der alleinige Fokus gilt dann wieder einem Medium ….den Killerspielen.
Da eine Diskussion darüber mit Politikern keinerlei Sinn hat, hilft einem persönlich nur die Flucht in Sarkasmus, denn auch ich gehörte zu denen die sofort nach der Bekanntgabe des Amoklaufs an eine weitere Hetze gegen sogenannte „Killerspiele“ gedacht habe.
Pingback: Lasst mich raten « daRONNs ||| ostBLOG
Ich persönlich sehe eigentlich nur zwei Forderungen:
1. Verbietet Killerspiele
2. Verbietet Waffen
Beides sind Forderungen, die falsch sind. Aber beides sind Forderungen, die schwer zu widerlegen sind. Wie erklären Sie jemandem, der sagt, daß doch ein Verbot von Killerspielen niemandem schade, aber es doch toll sei, wenn dadurch NUR EIN EINZIGES MENSCHENLEBEN gerettet werden könne?
Und exakt dasselbe bei Schützenvereinen. Wozu brauchen die denn Waffen, fragt der von (bewaffneten) Personenschützern eskortierte Politiker, und man mag ihm eigentlich nur die Frage stellen: Wozu braucht denn die Regierung Waffen?
Aber das alles ist Unsinn. Waffen und Spiele sind nicht die Gründe für einen Amoklauf. Die Gründe sind so komplex, daß sie nicht einfach auf eine einfache Formel gebracht werden können.
Wir als begeisterte Spieler sollten eben nur nicht den Fehler begehen, auf eine andere Platitüde reinzufallen. Das mein ich. Obwohl ich selbst nicht Mitglied im Schützenverein bin, weil ich Waffen zwar faszinierend finde, aber Angst davor habe, welche zu besitzen.
Wir sollten uns eigentlich eher mit den Sportschützen solidarisieren, um gemeinsam darauf hinzuweisen, daß diese Art von Populismus nur im Sinn hat, uns zu zensieren, unserer Freiheit zu berauben, und Politiker ruhiger schlafen zu lassen. Aber nicht den, Amokläufe zu verhindern.
Sorry, RushOliver, ich bezog den Smiley am Ende Ihrer Aussage nur auf den letzten Teilsatz. Mißverständnis.
Ich gehöre auch zu denen, die sofort wieder an einen Aufruf gegen die „Killerspiele“ gedacht haben, als ich von den vielen Toten gehört habe. War ja klar, dass das in diesem Zusammenhang wieder verbreitet wird.
Wenn man sich die ganze Welt ansieht und auch Länder, wo junge Leute gar keine gewalttätigen Computerspiele zocken können, sieht man aber doch, dass es überall Potential für extreme Gewalt gibt. Hat es auch immer gegeben, das ist doch typisch menschlich (oder vielleicht eher männlich?), so blöd das klingt.
Verbote von Waffen oder Spielen würden da nichts bringen, davon bin ich überzeugt. Vielleicht wäre die Zahl der Opfer geringer, wenn Amokläufer sich keine Schusswaffen besorgen könnten, aber wir würde man das verhindern wollen?
Jetzt geht es los:
DAS stand bei einer Auflistung der Amokläufe in den letzten Jahren.
Großartig. „eine Begeisterung für Waffen und Gewalt” – ja, wie soll ich auch ohne Gewaltanwendung und Waffen Amok laufen??
Ja, eine Frage, die ich mir in Anbetracht dieser dollen Berichterstattungen auch schon gestellt habe.
@Sel:
Richtig. Es ist traurig aber wahr, daß Gewalt menschlich ist. Daher die ganzen Kriege, gewalttätigen Unruhen, Gewaltverbrechen etc. Und Leute die denken, die Menschheit könnte das irgendwann mal alles hinter sich lassen, die irren leider und müssen früher oder später erkennen, daß sie da einen schönen aber irrealen Traum leben. Das Leben an sich ist einfach ein Risiko…
Und das Besitzen von Waffen wird man nie verhindern können, genausowenig, wie man verhindern können wird daß Zocker, die es wirklich wollen, auch weiterhin ihre „Killerspiele“ zocken. Außer man macht um D-land ‘ne Mauer, und reglementiert das so, wie in der ehemaligen DDR. Und daß das Utopie ist, ich glaube, darüber müssen wir gar nicht erst anfangen
…
das ist doch wieder einmal eine ideale chance fuer die politiker, ueberall kameras zu installieren, oder? die totale ueberwachung, juhu…
Jetzt gibt es schon erheblich mehr Infos zum Seelenleben des jungen Mannes. Er war laut den neuesten Infos schon mehrfach wegen Depressionen in Behandlung und hat die letzte Therapie sogar selber abgebrochen.
Mit diesem Hintergrund und der scheinbaren Tatsache das er mit seinem Leben nicht im Reinen war, kommen hier genau wie in Ehrfurt die gleichen Parameter in einem Einklang die zu dieser dramatischen Situation geführt haben.
Es ist und bleibt ein Mix aus völlig verschiedenen einschneidenden Einflüssen und das Herauspicken einer Komponente ist reine Irreführung und geht vorbei an jeglicher Realität. Allerdings interessiert das die übrigen Medien nicht und schon garnicht bestimmte Politiker.
Ja, auch schon mitbekommen, wenngleich ich die Nachrichten heute eher gemieden habe, um nicht zu sehr genervt zu sein…
.
Eigentlich sollte dann klar sein, daß die Gründe sehr viel komplexer sind, als das, was verbreitet wird. Aber wie Du schon sagtest, das ist nicht von Interesse – und völlig unbequem.
@me: Oh ja. Daran hab ich ja noch gar nicht gedacht. Auch eine sehr gute Idee…
Im Grunde genommen verursacht diese ganze scheinheilige Debatte die da stattfindet nur einen enormen Brechreiz bei mir. Amokläufer hat es immer schon gegeben und wird es immer geben. Es wird immer irgendwer, irgendwann und irgendwo ausrasten und ein Chaos hinterlassen.
Das was es heute so „spannend“ macht ist nichts anderes als die Tatsache, dass die Medien innerhalb von Minuten am Tatort sind und dem Bürger, der „das Recht auf Information“ hat, das ganze Spektrum menschlicher Falschheit, Betroffenheit und Heuchelei vorsetzen und in Wirklichkeit nichts anderes als Quote damit machen. Live-Desaster verkaufen sich halt immer noch am besten.
Zusätzlich zetteln genau diese Medien den Schwachsinn der „öffentlichen Debatte“ an und heizen die Stimmung noch weiter auf. Selbsternannte Experten haben es immer schon gewusst – und wenn nicht, dann zumindest geahnt – und die Welt wird für zwei Wochen in ihren Grundfesten erschüttert. Die Gesellschaft wird verantwortlich gemacht, Computerspiele als die Wurzel alles Bösen verteufelt, Waffengesetze in Frage gestellt, Eltern verurteilt und weiss der Teufel was noch alles für das Desaster verantwortlich gemacht.
Politiker fühlen sich bemüssigt ihre Mäuler aufzureissen, Psychologen dürfen in eilig angesetzten „Sondersendungen“ ihre hellseherischen Fähigkeiten darbieten und jeder einzelne Fernsehsender wird zum Müllabladeplatz für Experten jeglicher Art.
Es wäre einfach in dieser Tonart weiter zu machen, aber ich denke damit habe ich im Grunde gesagt was ich von der ganzen Sache halte. So traurig und erschreckend das ganze ist, so ekelerregend ist die Debatte an sich. Von der Quotengeilheit der Medien einmal ganz abgesehen.
Es ist einfach zum Kotzen und in zwei Wochen interessiert sich sowieso keine Sau mehr dafür. Da hat Deutschland nämlich einen neuen Superstar und Bohlen seinen ultimativen Sager losgelassen.
Kennt wer den Film „Bowling for Combine“von M.Moor. Dort wird aufgezeigt, dass die USA mit der Mordrate durch Schusswaffen ganz oben liegt. ABER: Canada ist ebenfalls ein „Jägerstaat“ in dem „jeder“ Einwohner eine Waffe besitzt und dort ist die Mordrate wesentlich niedriger.
Was ich meine ist: Gibt es keine Waffe, kann sie auch nicht benutzt werden. Sind Waffen im Spiel, kaufen sich schon Leute Waffen aus Angst, weil ja die anderen auch Waffen haben und und und… Waren meine Gedanken, nur der obrige Absatz zeigt auch, dass es anders geht ..???
Ich sags gleich, ich weiss keine Lösung, die mir zusagen würde. Waffennarr kann man auch sein, wenn man die Waffe nicht vom Schießstand mitnehmen darf und dort hinterlegen muss. Privatpersonen sollten keine Waffen haben, Berufsgruppen, ja. Ist vielleicht extrem stupide, aber wenns nicht anders funktioniert.
Von Menschen halte ich soviel: Einzeln sind sie vernünftig, im Rudel hirnlos. Und das ohne böse Gedanken und Beschränkung auf eine Sozialstufe.
PS: … und wie ihr oben lesen könnt, kommt das Wort „Killerspiel“, irgendwie bei mir nicht vor. Weils nur ein Vorwandt ist, sich mit dem Problem nicht wirklich befassen zu müssen.
War gerade im Radio:
„Das Umfeld beeinflusst die Bereitschaft zur Gewalt. Optische Eindrücke -das Killerspiel- werden dann eher umgesetzt -die Hemmschwelle wird ausserkraft gesetzt-, wenn das Umfeld und die sozialen Kontakte nicht passen.
Oder anders gesagt: Geht es einem nicht gut, ist es wahrscheinlicher, dass sich jemand eher auf diese Weise „austobt“, mit der er sich am häufigsten beschäftigt.
Damit kann ich leben, denn auch Kinder in Kriegsregionen spielen/befassen sich intensiver mit Krieg in ihrem Spiel als andere. Da sie es konstant vor Augen haben.
@Leonope: Besser hätte ich’s auch nicht ausdrücken können.
Aber hoffentlich verschont uns Bohlen noch ein bißchen länger
@Tschonz: „… und wie ihr oben lesen könnt, kommt das Wort “Killerspiel”, irgendwie bei mir nicht vor. Weils nur ein Vorwandt ist, sich mit dem Problem nicht wirklich befassen zu müssen.“
Eben drum.
Das mit den Kindern in Kriegsregionen stimmt sicherlich, aber dieser Vergleich hinkt meiner Meinung nach trotzdem. Auch in unseren Breiten wird „Räuber und Gendarm“ oder „Cowboy und Indianer“, oder die Erwachsenenvariante dessen – nämlich Paintball – gespielt, und wir leben wahrlich in friedlichen Zeiten.
Ich glaube nicht wirklich , daß das alles – einschließlich Videospiele – einen so großen Einfluß hat wie ein „echter“ Krieg, zumal man diese Dinge mitnichten permanent vor Augen hat.