Lieber Arm ab als arm dran

Heilig’s Blechle – so viel zum Thema Reizüberflutung. Wie konnte ich bei der ersten Runde an Filmwoche-Tipps nur jene Sequenz vergessen, die mich wie keine zweite in den letzten Jahren an den Kinosessel fesselte? 15 Minuten, die den Film zum heißen Kandidaten für meine alljährliche Bestenliste gemacht haben? Einen Film, für den ich mich trotz überschwänglichen Lobes aus berufenem Munde zunächst allenfalls am Rande interessierte. Ein Actiondrama, in dem sich der einzige (!) Hauptprotagonist über 90 Prozent der Zeit nicht vom Fleck bewegen kann – und dessen Ende jeder längst spitz bekommen haben sollte, der sich auch nur ein klein wenig mit Filmen beschäftigt…

Ladies and Gentlemen, mein absoluter Favorit der Filmwoche:

Und falls euch das noch nicht überzeugt hat, hier ein weiteres Argument:

Weil wir schon dabei sind, noch ein paar weitere Tipps. Angemerkt sei dabei, dass ich nur solche Filme in diese Liste aufnehme, zu denen es schon Verlinkbares im Internet gibt. Damit fallen zum Beispiel die vielversprechenden „Männerherzen…und die ganz, ganz große Liebe“, „Im Jahr der Schlange“ oder „Captain America“ durchs Raster. Auch Filme, die mit längst bekannten Trailern abgespeist wurden (wie „True Grit“, „Pirates of the Caribbean – On Stranger Tides“ oder „Tron: Legacy“), bekommen keine eigene Erwähnung. OK, „Sucker Punch“ war eine Ausnahme ;-) Here goes…

Four Lions

Beginnen wir halt gleich noch einmal mit einer Ausnahme. Aber auch nur, weil der Film wirklich sensationell gut aussieht. Und ein CSU-Bundestagsabgeordneter ihn für „gefährlich“ hält.

“It’s all for a good cause, though.” Allein diese Dialogzeile ist lustiger als 99 Prozent aller anderen Kinokomödien. :)  Besucher des Fantasy Filmfestes hatten das Vergnügen bereits, bei der Filmwoche musste man sich leider mit dem Trailer begnügen.

Almanya – Willkommen in Deutschland

Die Schauspielleistungen mögen ein wenig hölzern sein, aber das kann man dieser netten Komödie wohl verzeihen. „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ hat (trotz einer Handvoll gelungener Sequenzen) das Thema zuletzt in den Sand gesetzt (Vom unsäglichen „Hochzeitspolka“ reden wir lieber erst gar nicht…), „Almanya“ scheint es besser zu machen. Oder zumindest witziger.

Powder Girl

Liebe Marketingabteilungen. Ich bin sicher, ihr zerbrecht euch wochenlang die Köpfe über die ideale Eindeutschung von Filmtiteln. Und ich weiß eure Bemühungen wirklich zu schätzen, schließlich versüßt mir die eine oder andere Pressemitteilung den Arbeitsalltag:

…Wir freuen uns, Ihnen den deutschen Titel des Actionthrillers „Identity“ bekannt zu geben: „Unknown Identity“…

Ah ja. Ähnlich gewieft die Eindeutschung von „Chalet Girl“: „Powder Girl“. Powder? Selbst ich, der ich mich völlig unbescheiden als des Englischen nahezu perfekt mächtig bezeichnen würde, konnte aus dem Titel nicht spontan auf romantische Abenteuer im Pulverschnee schließen. Egal. Der Film ist – soweit man das nach den ersten 15-20 Minuten sagen kann – jedenfalls eine zwar höchst innovationsarme und vorhersehbare, aber doch überdurchschnittlich charmante Komödie. Sicherlich kein Must-See für den Männerabend, aber doch ein höchst vergnügliches Date-Movie.


Dieser Beitrag wurde unter Des MasterChief's Filmempfehlungen, life/fun, movies abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Lieber Arm ab als arm dran

  1. Der Applejünger schreibt:

    … “Kim” Hähähäh… Sehr geil. :mrgreen:

    Datemovie-Tipps kann Mann doch immer brauchen. Danke. ;-)

  2. Der Applejünger schreibt:

    Ach so…
    “127 Hours” beruht auf einer wahren Begebenheit, gelle??

Gesülze / My 2 cents

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s