Get my point?

… und heute wurde mir wieder einmal schlagartig bewusst, wie wenig mir die hierzulande vorherrschende Mentalität liegt. Weder bei der WM 2006, noch der EM 2008 (ganz zu schweigen von der WM 2010) habe ich mich in irgendeiner Weise an den ebenso kollektiven wie plötzlichen Patriotismusausbrüchen auf den sogenannten Fanmeilen beteiligt.

Zu DIESER Veranstaltung wäre ich hingegen mit großem Enthusiasmus gegangen…

Aber vermutlich sieht man die Angelegenheit auch in einem etwas anderen Licht, wenn man tatsächlich Bekannte hat, die buchstäblich Minuten vor dem Einsturz des ersten Turms aus dem WTC entkommen konnten…

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59 Antworten zu Get my point?

  1. Daywalker schreibt:

    Andere Länder ~ andere Sitten ~ oder wie ging das gleich nochmal?

    • MasterChief schreibt:

      Nun ja, es ist ja nicht so, als hätte nicht nur wenige Stunden zuvor auch unsere schöne Hauptstadt ihr sympathischstes Feiergesicht gezeigt…

        • MasterChief schreibt:

          Klasse Link, demonstriert er doch geradezu mustergültig das Niveau, auf dem sich der ideologische Feldzug gegen den Klassenfeind abspielt. Bierselige Zoten, die selbst ein Mario Barth nur schwer über die Lippen brächte, gepaart mit kompletter Ignoranz, deutscher Selbstherrlichkeit – und der Unfähigkeit, seine Ergüsse wenigstens am tatsächlichen Tagesgeschehen aufzuhängen. Börsenfeuerwerk? Ach ja?

          • Daywalker schreibt:

            Nun – insofern zeigen wir einmal mehr, wie gegensätzlich unsere Positionen doch sind – belassen wir es dabei – bisher ist dabei nix rausgekommen und künftig wird es das auch nicht.

            Ich frage mich am Rande nur, warum Du hier und nicht in den USA lebst.

            Für mich beantworte ich diese Frage gleich – ich werde niemals einen Fuss in ein Land setzen, das meine Rechte nach Lust und Laune beschneidet oder ausser Kraft setzt. Da lebe ich lieber in Germoney – über unsere Regierung kann das Ausland wenigstens herzlich lachen – da werde keine unbewaffneten Terroristenführer (ZDF Mittagsmagazin) abgeknallt und mal eben im Meer versenkt.

            • ChiefJudy schreibt:

              Ob das Ausland über die deutsche Regierung wirklich immer so herzlich lacht ist die Frage…
              Anyway, ich weiß ja nicht, ob das mittlerweile einfach nur eine Trotzreaktion Deinerseits ist, aber:

              “da werde keine unbewaffneten Terroristenführer (ZDF Mittagsmagazin) abgeknallt und mal eben im Meer versenkt.”

              Da kann ich eigentlich nur meine Antwort auf Broken Spirits unten wiederholen, und mich außerdem Mendweg anschließen. Dieses Subjekt hat sich selbst völlig aus der allgemein üblichen Rechtssprechung herausbefördert, meinetwegen hätten die ihn auch nackt auf dem Klo erledigen können, und das wäre noch zu “würdevoll” gewesen.
              Sorry, aber da geht mir der Hut hoch.

              Ach ja – warum wir hier leben? Weil es in Bayern durchaus sehr schön ist :) , und man drüben auch nicht “mal eben so” eine Arbeit findet. Was nicht unbedingt heißt, dass sich das nicht vielleicht doch irgendwann ändert.

              • Daywalker schreibt:

                Das das nicht so ist, hätte man vielleicht dem amerikanischen Interviewpartner der Moderatorin des Mittagsmagazins einfach mal sagen sollen. Oder aber hätte man die Geschichte gleich richtig erzählt, statt sich als Weltmacht Nummer 1 ganz genauso zu verhalten wie alle anderen auch – erstmal abwiegeln und später kann man dann immer noch andere Geschichten erzählen.

                Dass es sich das grosse Vorbild USA leistet im Namen von Terror und Vergeltung den meistgesuchtesten Verbrecher zu erledigen und dafür rückhaltlos Jubel von seinem Volk bekommt, findet nicht meine Zustimmung.

                Mir (als Deutschem) deshalb aber Selbstherrlichkeit vorwerfen zu lassen, von jemandem der die Selbstherrlichkeit einen Top-Terroristen zu erschiessen, abseits jeder Menschenrechtskonventionen, gut findet, ist wenigstens inkonseqent …

                Wenn die USA oder deren Führer sich erhebt und künftig sagt, wer sich innerhalb des Gesetzes bewegt und wer vogelfrei ist, dann erinnert mich das an den Wilden Westen und nicht an eine Weltmacht.

                Und schön dass Bayern beides hat – schöne Landschaften und Arbeit.

            • MasterChief schreibt:

              “Ich frage mich am Rande nur, warum Du hier und nicht in den USA lebst.”

              Zum einen, weil mir Deutschland als Ort recht gut gefällt. Bayern zumindest. Zum anderen weil man nicht einfach mal so rübermachen kann, zumindest dann nicht, wenn man sehr genaue Vorstellungen davon hat, was man wo für wie viel Geld tun will – und in einer Branche arbeitet, die hüben wie drüben “native speaker” bevorzugt. Aber ich nehme an die Frage war eh rhetorisch, oder?

              Ach ja – dass Du die USA niemals besuchen wirst ist für die Leute dort sicher kein Verlust. Aber vielleicht lässt Du es dann auch einfach bleiben, so zu tun, als hättest Du auch nur die allergeringste Ahnung von diesem Land?

              Ach ja :-)

              http://www.titanic-magazin.de/osama-bin-laden-kondolenzbuch.html

              • Daywalker schreibt:

                Wo bitte habe ich denn behauptet, ich hätte Ahnung von den USA?

                Aber ich hatte mich schon gefragt, wie lange es diesmal dauern würde, bis Du mit einer solchen Unterstellung gepaart mit Deiner Überheblichkeit, die Meinung eines anders Denkenden vom Tisch wischt und Dich am Ende auch noch darüber lustig machst. Das hat ja dann auch nicht wirklich lange gedauert.

                Da ich ja offenbar kein Verlust für die USA bin – Du hingegen sicherlich.

                Und damit sind wir wieder einmal damit durch.

                Dann bis zum nächsten Mal … ich zumindest kann es kaum erwarten :mrgreen:

              • MasterChief schreibt:

                Leider hat die Kette direkter Antwortmöglichkeiten hier ihr Ende genommen, was die kleine Diskussion nicht unbedingt übersichtlicher macht. An dieser Stelle auch nur kurz ein paar Hinweise: Die Selbstherrlichkeit habe ich Pispers vorgeworfen, nicht Dir. Dass Du Dir anmaßt, Ahnung von den USA und der dortigen Mentalität zu haben, nahm ich aufgrund gleich Deines ersten Posts “Andere Ländere andere Sitten” an. Mag durchaus ein Irrtum gewesen sein. Wo ich mich über Deine Meinung lustig gemacht haben soll, kann ich zumindest nach flüchtigem Blick auf den Diskussionsverlauf nicht nachvollziehen. Mit dem Titanic-Link etwa? Egal :-)

          • Ethna schreibt:

            Seltsam, wie hier Unrecht durch moralisch zweifelhafte Argumente gerechtfertigt wird. Nicht die deutsche Mentalität erzeugt bei mir Würgereize, sondern wie sich Menschen über Rechte anerer hinwegsetzen, von denen sie selbst gerne im nächsten Moment profitieren wollten. Ich will nur mal einen von Euch Befürwortern der US-Aktion sehen, wenn demnächst solch ein Killerkomando vor Eurer Tür steht weil ihr um die Ecke falsch geparkt habt. Auch damit habt ihr Euch nämlich ausserhalb des Rechtes gestellt. Mit Eurer Zustimmung werden aber eben gerade solche Rechte, die zunächst einmal für jedermann gelten genau in diese Richtung aufgeweicht. Es wird billigend toleriert, das Recht mit Unrecht gebrochen wird. Damit verwirkt ihr ebenso Euer Recht auf eine hierzulande rechtlich wirksame Unschuldsvermutung. Denn das Recht darauf steht jedem zu, so lange bis tatsächlich das Gegenteil bewiesen wurde. Ihr werdet mit verantworten müßen, sollte dieses Recht einmal eines Tages dahingehend gewandel werden, daß ihr Eure eigene Unschuld gegenüber auch nur reinen Verdächtigungen verteidigen müßt. Wenn mir etwas Würgereize erzeugt, dann ist es eben genau eine solche gleichgültige Einstellung und quasi “Rechtsbeugung” je nach Stimmung und Anlass.

            http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5887/tod-eines-terrorfursten

            • ChiefJudy schreibt:

              Und da ist es wieder, dieses Wort “Unschuldsvermutung”. Ich kann mich leider nur wiederholen und ganz einfach fragen: “Hallo?! Jemand zuhause?! Geht’s Euch eigentlich allen noch gut, so?!” Der Mann hat sich mit seinen Taten gebrüstet…?! Hat das wirklich niemand hierzulande mitbekommen? Aber lassen wir das.
              Und den Massenmord an Tausenden Menschen – nicht nur an 9/11 – mit Falschparken (!) zu vergleichen beendet für mich diese ganze Diskussion eigentlich gleich.

            • MasterChief schreibt:

              Ideologischer Dünnschiss. Nicht mehr, nicht weniger. Wir sprechen hier nicht von einem Falschparker, sondern einem Terroisten, der sein blutiges Handwerk aktiv und dauerhaft betrieb, wir sprechen von ständig andauernden Kapitalverbrechen, denen er jede Sekunde seines Lebens widmete. Selbstverständlich (!) ist es gerechtfertigt, laufenden Kapitalverbrechen notfalls gewaltsam Einhalt zu gebieten, selbst ohne dass man das Argument eines Krieges bemühen muss.

              Zum Kotzen finde ich persönlich Leute, die einer richtigen und wichtigen Handlung ihre Berechtigung dadurch nehmen wollen, dass sie das Totschlagargument des “Wahlkampfes” bei jeder sich bietenden Gelegenheit hervorkramen.

              Und noch mehr zum Kotzen ist, dass sich Leute dieses Schlages nur offensiv gegen die Idee von Waffengewalt als Antwort auf unerträgliches Unrecht wenden, wenn sie aus einer ideologisch nicht genehmen Ecke stammt. Wo war denn der Aufschrei dieser Ecke, als die Opposition die Regierung dafür angriff, KEINE Bomben über Libyen abwerfen zu wollen?!

              • Ethna schreibt:

                “Ideologischer Dünschiss”

                Schon klar :-) Aber wie war das da weiter oben noch mit dem Patriotismus?

                “Kapitalverbrechen”

                Hm, komisch. Ich wusste nicht, daß darauf die Todesstrafe gilt. Hey, und dieser Kapitalverbrecher war mal bester Feund von bestimmten Amerikanern. Schon vergessen?

                Aber gut Ihr Beide habt signalisiert, daß ihr nicht verstehen wollt. Das “Symbol” mit dem Falschparken habt ihr nicht wahrgenommen. Wer sich heute dem schützenden Recht so tolerant gibt, der wird in Zukunft tatsächlich damit rechnen müßen auch mal für sehr viel geringere Vergehen ins Gras beißen zu dürfen. Und wie würdet ihr das dann noch verhindern wollen? Wieder nur mit angeblichem Patriotismus als Rechtfertigung?
                Hier ein kleiner Hint:

                http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5887/tod-eines-terrorfursten#comment-115010

              • ChiefJudy schreibt:

                “Schützendes Recht” und Subjekte vom Schlag Osama Bin Ladens geht für mich ebenfalls nicht zusammen. Und zwar überhaupt nicht. Und das hat mit Patriotismus nicht das Geringste zu tun. Der Kerl hatte es im Übrigen nicht nur auf die USA abgesehen, aber das wird ja auch nur all zu schnell vergessen.
                Und ansonsten müßte ich mich zum xten Male wiederholen, deshalb soll es das gewesen sein.
                Es wurde bereits alles Relevante gesagt.

  2. vanilleblau schreibt:

    Mir wird heute noch schlecht wenn ich dran denke, dass ich eine Woche vor der Katastrophe da oben war und drei Wochen später live gesehen habe was dort abging. So etwas brennt sich ein. Auf ewig.

  3. cube schreibt:

    Das Problem ist doch, dass das hier halt von den Politikern schon eingeimpft wird, das man in Deutschland nicht stolz sein darf.
    Und bei den Amis halten den Nationalstolz alle für normal, aber ich will nicht die internationale Presse sehen, wenn hier 100 000 Leute auf die Straße gehen und “Deutschland, Deutschland über alles” singen. Dann heißt es überall Nazi-Deutschland ist zurück.

  4. mendweg schreibt:

    Tja, im Moment ist die Freude gerade hier in Steinwurfnähe von Ground Zero groß, aber so langsam fangen die an, über den möglichen Preis für diese Aktion nachzudenken…

    • MasterChief schreibt:

      Soweit man unter dem Preis weitere Anschläge bzw. Anschlagsversuche versteht: Diese wären ohnehin gekommen, egal unter welchem “Header”. Der Unterschied: Momentan ist man darauf vorbereitet…

      • mendweg schreibt:

        Inzwischen überholen sich die Ereignisse. Zunächst gab es hier viele Diskussionen ob die neue Bedrohungslage erneut zur Beschneidung der Bürgerrechte führen könnte. (Das meinte ich damit). Inzwischen höre ich immer öfter das OBL zum Glück entsorgt wurde, aber der eigentliche Erfolg ist die Sicherstellung seiner Computerdaten, was hoffentlich zur weiteren Zerschlagung der Netzwerke führen wird.

  5. Broken Spirits schreibt:

    Ich sehe das als eine sehr, sehr zweischneidige Sache: letzlich wurde damit die Demokratie ein Stück weiter beerdigt.
    Mir macht es Angst, daß es Hinrichtungskommandos gibt, die einfach so, ohne Gerichtsverhandlung, ohne rechtskräftiges Urteil etc. Selbstjustiz üben dürfen.
    Bislang galt in allen Demokratien zunächst einmal die Unschuldsvermutung. Von diesem Weg wurde nun erstmals endgültig und unwiderruflich abgewichen.

    Nach 1945 gab es noch eine Gerichtsverhandlung für Kriegsverbrecher, Hussein bekam wenigstens noch einen Schauprozeß und nun reicht ne Kugel? Glückwunsch zu dieser Entwicklung!

    Diese Videos widern mich an und machen mich wütend – kein, absolut kein Unterschied zu den Leuten, die den Einsturz des WTC gefeiert haben.
    Wer sich schon auf die Fahnen schreibt, was besseres zu sein, als der Rest der Welt, sollte sich auch entsprechend verhalten!
    (und das gilt spätestens nachdem ich das gesehen habe für ein ganzes Volk – normalerweise unterscheide ich ja zwischen Politikern und Bürgern)

    • MasterChief schreibt:

      Nachdem ich mich jetzt an zwei Versionen einer Antwort versucht habe und jedesmal in einen Wortlaut verfallen bin, der dem Chief Unbehagen bereiten würde, mach ich es kurz: Auch wenn die deutsche Medienpropaganda etwas anderes darzustellen versucht, haben die USA von Anfang an erklärt, dass man bin Laden gerne lebend gefangen genommen hätte. Muss man nicht glauben, kann man aber. Eine Unschuldsvermutung für einen Terroristen, der sich selbst mehrfach dieser Taten rühmt ist einigermaßen lächerlich. Der Jubel über gezielten Massenmord tausender Zivilsten ist in keiner Weise vergleichbar mit dem Jubel über die Tötung des Verantwortlichen. Und “erstmals”? Oh Gott Junge, wie ahnungslos kann man eigentlich sein?!

      • ChiefJudy schreibt:

        I agree. 100%.

        @Broken Spirits: Wie kann man nur mit einer Unschuldsvermutung kommen bei so einem… “Menschen” möchte ich eigentlich gar nicht mehr sagen. Der Kerl war nicht müde es zuzugeben und sich mit seinen Verbrechen zu sogar noch zu brüsten. Hallo?! Jemand zuhause?!
        In dem Fall hätte ich es dem MasterChief nicht übel genommen, wenn er wirklich vom Leder gezogen hätte…

        • mendweg schreibt:

          Agree – nur eine kurze Anmerkung, bzw. Korrektur: es wird hier immer klarer drüber gesprochen, dass es ein Exekutionsauftrag war und nicht vorgesehen war Gefangene zu machen.
          Ich denke dass Leute wie OBL sich selbst aus der allgemein üblichen Rechtssprechung herausbefördert haben. Anderes Beispiel war Adolf Eichmann. Und machen wir uns doch nichts vor – das gibt es schon seit Ewigkeiten, nur ist es diesmal öffentlich geschehen.

        • Broken Spirits schreibt:

          Es wäre schon aus strategischen Gründen sinnvoll gewesen, den Weg eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens zu beschreiten: Festnehmen, Beweisaufnahme, Gerichtsverhandlung, Gerichtsurteil, Urteil vollstrecken.
          Und dazu gehört nun mal eben der Artikel 11, Abs. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 (den haben btw. auch die USA unterschrieben). Dazu gehört auch die Gewaltenteilung, die ja bei dieser Aktion ebenfalls außer Kraft gesetzt wurde (darf ich bei dieser Gelegenheit mal an das Jahr 1787 erinnern? ;-) )

          Zu allem Überfluß kommt dann noch der sprechende Hosenanzug hervorgekrochen und freut sich über die Ermordung eines unbewaffneten Menschen. Damit wird dann auch noch gleich das Christentum, das unsere Kultur ja nachhaltig geprägt hat, mit den Füßen getreten.

          Ganz ehrlich? Wir brauchen die Al- Qaida nicht mehr. Die westliche Zivilisation kann sich ganz hervorragend selber demontieren. Ich würde sagen (wenn auch unter größten Schmerzen): 1:0 für die Al-Qaida.

          Die Errungenschaften von über 200 Jahren (auf die wir zurecht trotz Rückschläge stolz sein durften) haben ein paar Verrückte innerhalb von 10 Jahren zerstört. Traurig.

          Ich hoffe, daß auch dies nur ein weiterer, kurzweiliger Rückschlag ist.

          Um Deine Frage zu beantworten, ob hier jemand zuhause sei: ja. Und wie siehts bei Euch aus? :mrgreen:

          • ChiefJudy schreibt:

            Beweisaufnahme? Äh…hall… Nein, lassen wir das.

            Ich habe keine Lust mehr das, was ich und einige andere schon an anderer Stelle geantwortet haben nochmal wiederzukäuen, deswegen sag ich einfach – lies es Dir bitte durch und sieh es als Antwort.
            Und da ändern für mich auch die Menschenrechte nichts dran, aber das ist schon wieder eine Wiederholung.

            • Broken Spirits schreibt:

              Ich habe heute einen gutenTag und gehe deshalb wohlwollenderweise davon aus, daß Du meinen Kommentar nur bis zu dem Wort “Beweisaufnahme” gelesen hast.

              Nun denn…

              • ChiefJudy schreibt:

                Nein, habe ich nicht. Aber ich gehe davon aus, dass Du nicht wirklich alle anderen Kommentare vom MasterChief, mir und einigen anderen (einschließlich den Heikos samt Link unten) gelesen hast. Aber lassen wir das, das führt nämlich zu genau – nichts.

              • Broken Spirits schreibt:

                Natürlich habe ich die Kommentare durchgelesen… den Link von Heiko sogar unabhängig von Deinem Blog. Goggle-Alerts helfen in solchen Fällen ;-)

                Und Du kannst mir glauben, wenn ich derartig verquere Meinungen mitberücksichtigt hätte, wäre mein erster heutiger Kommentar wesentlich sarkastischer und polemischer geworden. Mir lagen (und liegen) da noch ganz andere Sachen auf der Zunge. Die wären aber einer sachlichen Diskussion nicht gerade förderlich.

              • ChiefJudy schreibt:

                Verquere Meinungen?

                Jaja, is recht.

    • Heiko schreibt:

      Lese Dir doch bitte mal das Interview mit Herfried Münkler hier durch: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,760334,00.html
      Vielleicht sollte man erst mal über die Grundlagen von Herrschaftsformen denken.

      Begriffe wie “Unschuldsvermutung” und “Selbstjustiz” zu verwenden sind weder in der ersten noch in jeder weiteren Ableitung wirklich angebracht.

      Abgesehen davon das niemand wirklich bereit gewesen wäre das heisse Eisen “Osama Bin Laden” (lebend!) anzufassen.

  6. crooks schreibt:

    Mein Browser zeigt mir mal wieder die Bilder nicht an, aber ich habe eine Vermutung;-)

    Ich kann verstehen, dass Menschen, deren Partner, Väter, Mütter, Freunde bei dem Anschlag damals ums leben gekommen sind feiern, dass einer der größten Verbrecher der Welt tot ist. Ehrlich gesagt habe ich mich auch gefreut, aber ich habe auch Angst vor der Vergeltung. Ich glaube nicht, dass er diesen Fall nicht einkalkuliert und keine entsprechende Pläne für die Vergeltung hatte.

    Ich denke jeder kannte irgendjemand der vielleicht nur knapp oder vielleicht sogar auch nicht den Anschlägen auf Amerika entkommen ist.

    Osama hat sich zu den Anschlägen bekannt und damit gerühmt. Ebenso wie für weitere schlimme Anschläge. Von daher ist die Freude über den Tod eines Menschen, was ich sonst abgrundtief verachte, nachvollziehbar, ja fast gerechtfertigt.

    Die Beerdigung der Demokratie glaube ich nicht, dass es ist. Im Gegensatz zu Mr.G.W.B hat ein Herr Obama noch einen Sinn für Demokratie und auch dafür, dass außerhalb der USA lebenswertes Leben existiert. Angeblich, wobei man das nie genau weiß, hätten sie ihn auch, wenn möglich, lebend gefangen und ich glaube auch, dass es gut möglich ist, dass Bin Laden lieber den Märtyrertod gestorben ist als bei einem Gerichtsprozess verurteilt zu werden und somit ein Erschießen unumgänglich war.

    Und ich muss auch Cube zustimmen. Würden wir Deutschen einen ähnlichen Nationalstolz wie die Amis oder auch Franzosen oder Italiener etc an den Tag legen, wäre die Nazikeule nicht weit. Deshalb finde ich die Freude bei den “unverfänglichen” Sportereignissen wirklich schön und auch gut für das deutsche Nationalbewußtsein. Ich fand es schön sich mal nicht dafür “rechtfertigen” zu müssen deutsch zu sein, sondern, dass die Welt sagte: “Hey, ihr Deutschen seid ja garnicht so verknopft, auch ihr könnt gute Feste feiern.”

  7. Anna schreibt:

    Zum Thema Patriotismus in Deutschland kann ich mich den anderen Kommentatoren nur anschließen. Wir hatten hier lange mit der noch jungen, tragischen Geschichte unseres Landes zu kämpfen, da war Nationalstolz stets unangemessen und negativ belastet. Wie sollte man stolz sein, wenn derart schreckliche Dinge in so noch greifbar naher Vergangenheit geschehen sind? Doch in den vergangenen Jahren hat sich allmählich die Mentalität wieder gewandelt. Die professionelle Ausrichtung der WM 2006 wurde in der ganzen Welt positiv bewertet, plötzlich bekam unser Land und unser Volk Lob, wir waren stolz auf unsere Mannschaft, wir DURFTEN plötzlich stolz auf unser Land sein…und JA, das war ein gutes Gefühl. Wir konnten stolz sein. Wir entdecken hier dieses Gefühl erst allmählich wieder neu und es ist keine Selbstverständlichkeit wie in den USA.

    • mendweg schreibt:

      Ist es vielleicht auch so, dass es ein sehr lukratives Geschäft ist uns Deutschen beim kleinsten Anzeichen von Selbstbewusstsein und Rückgrat den mahnenden Zeigefinger unter de Nase zu halten und ein schlechtes Gewissen zu erzeugen?
      Der Krieg ist seit demnächst 66 Jahren um – das sind mehr als zwei Generationen und wir sollen noch immer mit unserer “Schuld” leben?

  8. MasterChief schreibt:

    Nur um das klarzustellen: Ich wollte nicht meine Begeisterung darüber ausdrücken, dass man in einem Land wie den USA seinem Patriotismus freien Lauf lassen kann, während man hierzulande ein langweiliges Sportereignis und Unmengen Alkohol dafür braucht. Nein, mein Punkt war ein anderer: Ich empfinden als Deutscher schlicht nicht den allergeringsten Patriotismus. Mir ist schlicht die Mentalität in diesem kleinen Land zuwider.

  9. Bone schreibt:

    Ich hätte mitgefeiert. Liegt aber wohl eher daran das ich etwas patriotischer eingestellt bin als der Durchschnittsdeutsche. Berufsbedingt bin ich stolz auf mein Vaterland und froh diesem dienen zu dürfen. Ganz besonders mag ich die Deutschen die auf alles schimpfen aber Tag für Tag das recht einzigartige soziale Netz in vollen Zügen geniessen.

  10. Netzgefluester schreibt:

    ähm.. ich schreibe hier unter schmerzen ohne ende, aber:

    you get your point?! that’s ok, but what about the G-point? :mrgreen:

    i still think it’s an imagination of some women without good sex… 8)

    AJ, where are you???? *gnihihi*

  11. Randar schreibt:

    Mein letzter Kommentar wurde zwar nicht freigegeben, aber ich versuche es trotzdem gerne nochmal.

    Mich würde einfach nur interessieren ab welcher Grenze es ok ist einen Menschen ohne rechtsstaatliche Grundsätze zu exekutieren.
    Wenn man für den Tot von über 3000 anderen verantwortlich ist oder reichen schon 500?
    Worauf ich hinaus will: es ist völlig absurd irgendwelche Maßstäbe festzulegen unter denen es ok ist selber Menschenrechtsverletzungen zu begehen.

    • ChiefJudy schreibt:

      Der letzte Kommentar? Hm… keine Ahnung, ich habe bisher alles freigegeben, was in der Warteschlange war, ich gucke eigentlich sogar in den Spamordner, denn da landet auch gerne mal was, aber der ist mir wohl durchgegangen…

      Zu der Frage: Regeln will ich gar nicht aufstellen, aber: Osama Bin Laden und “Unschuldsvermutung”, Osama Bin Laden und “gerechter Prozess” etc gehen für mich nicht miteinander, egal ob es wem nun paßt oder nicht. Der Mann hat die halbe Welt in Brand gesteckt. Und sowas mit z.B. Falschparken zu vergleichen, wie einer der Vorkommentatoren ist für mich ähnlich…abstrus… wie wenn man das mit Hitler’s Taten gemacht hätte (ja, ich weiß, Godwin’s Law, lange genug hat’s gedauert, aber hier paßt es wenigsten einigermaßen).

      • Randar schreibt:

        Ich verstehe deine Empörung, aber das Prinzip von Menschenrechten ist nun mal, dass jeder Mensch sie hat, egal was für schreckliche Greueltaten er begangen haben mag. Nun ja wer das nicht akzeptiert kann eben mit Menschenrechten wohl nicht so viel anfangen.

    • MasterChief schreibt:

      Schon lustig (wenn auch wenig überraschend) wie sich über diesen Einsatz echauffiert wird, der bei genauer Betrachtung eher weniger rechtsstaatlich fragwürdig ist als die bereits x-fach durchgeführte Bombardierung von Terroristenstellungen in Pakistan per ferngelenkter Drohnen… Klar, die USA haben einen echten Sieg errungen – das kann und darf die erzürnte linke Volksseele dem Klassenfeind nicht gönnen…

      Dieser Einsatz unterscheidet sich qualitativ kaum von Kommandoaktionen gegen Drogenbarone oder der Nazijagd Israels. Mit einem Unterschied: Osama bin Laden hat der gesamten zivilisierten Welt den Krieg erklärt. Es ist ein Krieg gegen den weltweiten Terror, nicht weniger. Natürlich war die Wahrscheinlichkeit, dass er sich mitsamt seinem Gefolge auf den Boden wirft und ohne Widerstand ergibt gleich Null – aber er hätte es tun können. Auch wenn sich die deutsche Propagandamaschinerie alle Mühe gibt, es so darzustellen – aber Tötung war nur die absehbare, nicht aber die einzig geplante Folge dieses Einsatzes. Aus meiner Sicht steht der Einsatz durchaus im Einklang mit den Prinzipien eines Rechtsstaates. Ob man Freude über den Tod dieses Subjekts empfinden darf, mag jeder mit sich selbst ausmachen. Ich sage: Klar. Einen Schampus drauf!

      • Randar schreibt:

        Ich verurteile die von dir genannten Beispiele genauso wie jeden anderen volker- oder menschenrechtswidrigen Einsatz, aber der Grund hier zu kommentieren war für mich nicht dieses nun wirklich nicht überraschende Vorgehen der Amerikaner, sondern diese überschwengliche Freude über die Tötung eines Menschen. Selbst unsere Kanzlerin konnte sich da ja nicht zurückhalten.
        Die verbreitete naive Einstellung, dass natürlich jetzt alles besser würde trägt auch Ihren Teil zu meiner Verwunderung bei.

        Ich find es einfach bedenklich zu sehen wie viel Jahre die zivilisierte Welt investiert hat und wie viele Menschen auch Ihr Leben dafür lassen mussten, damit sich so etwas wie Menschenrechte in Deutschland entwickeln konnten und diese nun einfach von einem Großteil der Bevölkerung nicht anerkannt werden. Das macht mir wenig Hoffnung für die Zukunft.

        • ChiefJudy schreibt:

          “Die verbreitete naive Einstellung, dass natürlich jetzt alles besser würde trägt auch Ihren Teil zu meiner Verwunderung bei. ”

          Das hat zumindest hier überhaupt niemand behauptet.

          Ansonsten wurde bereits alles dazu gesagt.

  12. Cybermami schreibt:

    Ich empfinde Genugtuung, grosse Genugtuung.
    Die Trauerarbeit kann nun abgeschlossen weden.

  13. spanksen schreibt:

    Ein Bayer fühlt sich nicht als Deutscher sondern als Bayer? Das erklärt endlich warum die meisten Bayer auf Sylt versuchen Dänisch zu sprechen :mrgreen: ;-)

    Ich habe wirklich jeden Kommentar hier sehr interessiert mitgelesen, kann auch beide Seiten in gewisser Hinsicht “nachvollziehen” und fühle mich aber vor allem im Nachhinein in meiner Meinung bestätigt, mich aus solchen Diskussionen in Foren und Blogs nicht zu beteiligen. Denn wie sagte der Masterchief mal so nett zu mir als es um die Thematik EU Beitritt der Türkei ging – dat sollten wir mal lieber bei dem kühlen Bierchen besprechen (oder so ähnlich ;-) ) In diesem Sinne ….

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