Paris qui danse

Wenn man schon in der Stadt der Liebe ist, dann muss man natürlich auch ein wenig ins Nachtleben. Und zwar hierhin:

IMG_1452

IMG_1453

Ja. Ins Moulin Rouge. Wir hatten Plätze und Menu vorreserviert, und das war auch nötig, denn der Andrang war riesig.

IMG_1469

Große Kameras hätte man an der Garderobe abgeben müssen weswegen ich die brav im Hotel gelassen hatte.  Also leider keine Teleobjektivfotos für die Herren, wobei ich sagen muss: Das hätte sich ehrlich gelohnt. Die Mädels sind nicht nur hübsch, sondern können auch richtig was. Ich nehme mal an, dass die alle eine Ballettausbildung genossen haben, denn einfach so lernt man diese Körperbeherrschung und dieses Tanzen wirklich nicht. Die Choreographie ist natürlich nicht ganz so professionell wie in der Oper, but so what. Dafür alleine geht man ja auch wieder nicht dort hin.  Und ja – die sind wirklich halbnackt. Die Höschen bleiben zwar an, aber ansonsten kommt man(n) durchaus auf seine Kosten. Frau übrigens auch, denn ein paar männliche Tänzer und Artisten haben sie auch, und die sind ebenfalls lecker! Immer wenn die Bühne umgebaut wurde, fanden vor dem Vorhang artistische Zwischeneinlagen statt, besonders toll fand ich den Speed-Jongleur, der zu Techno die ich weiß nicht mehr wievielen Keulen schwang, dass einem fast schwindlig wurde. Für die Herren gab es eine leichtbekleidete Dame, die in einem Wasserbecken mit Schlangen tauchte, und vieles andere mehr. Die Show war einfach super, das Tanzen, die Kostüme, die Musik, die Jung und Mädels, alles wirklich sehenswert. Noch ein paar Dinge, die wir nebenbei mitbekommen haben:

  • die Chinesen fallen dort in Scharen ein und klatschen begeistert Beifall als gäbe es kein Morgen, wenn das Revuegirl, dass das Essen vor der eigentlichen Show mit Gesang begleitet chinesische Lieder singt
  • Australier sind nette Tischnachbarn
  • besoffene Australierinnen, die fast die ganze Zeit laut plappern und dann den Wein über den Tisch kippen, weil sie nicht mehr koordinieren können, und sich nicht mal entschuldigen, dass sie unsere halbe Flasche Wein für 30 € (!) umgeschüttet haben, sind nicht mehr ganz so nett
  • die Betreiber des Ladens wissen schon, wie sie’s machen müssen, das Essen gibt es weit vor der Show, und man sitzt so lange und wartet, dass man zwangsläufig Getränke nachkauft (eine Flasche ist beim Essen mit dabei, alles weitere kostet teuer Geld, und ich meine wirklich teuer)
  • Handies müsste man zwar abgeben, aber das tut keiner, ich habe mich trotzdem nicht Filmen getraut
  • sogar die Toiletten sind edel und rot, und blitzsauber
  • wir und unsere Tischnachbarn haben den Altersdurchschnitt des Publikums erheblich gesenkt

Alles in allem ist so ein Besuch kein billiger Spaß, auch ohne weinumschüttende Australier, aber wer gerne Varieté mit oben ohne Ballett sieht, der sollte sich das gönnen, wenn er mal in Paris ist.

IMG_1455

Dieser Beitrag wurde unter life/fun, party, Pic of the Day, Reisen/traveling, Sex abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Paris qui danse

  1. MiM schreibt:

    Ich war auch schon mal in Läden, wo die Damen oben ohne getanzt haben… später dann auch unten ohne… und dann haben die Dinge mit Flaschen gemacht, in denen vorher billige Puffbrause war, die ich hier nicht näher erläutern möchte.

    Wie es sich gehört, habe ich natürlich bei den schlimmen Szenen die Augen zu gemacht.

  2. Windowsbunny schreibt:

    Boah, nächstes mal nehmt ihr mich mit, ich liebe ja solche Showabende!😀
    habe aber bisher nur das Showdinner im Tropical Island erleben d+rfen.😦

  3. lach… Das hast du toll geschrieben, ich hab laut losgelacht. Und du siehst soo unternehmungslustig aus auf deinem Foto, man ahnt richtig, wie du drauf warst.
    Den Altersschnitt hätte ich ganz anders eingeschätzt, aber vielleicht bedeuten die gehobenen Preise auch ein gehobenes Alter?
    Schön, dass ihr euch amüsiert habt. Jetzt bin ich gespannt auf ALLES.
    Herzliche Grüße euch beiden,
    Svenja

    • chiefjudy schreibt:

      Das mit den Preisen und dem Altersschnitt kann tatsächlich ein Grund sein…
      Ich werde noch weiter berichten, allerdings wohl erst wieder von zuhause😉

      Liebe Grüße zurück!

  4. Pingback: Paris: Unterirdisch | Chiefjudy's

  5. MasterChief schreibt:

    Mensch, wer hätte gedacht, dass ein Parisaufenthalt praktisch komplett mit Vorbehalten gegen die Grande Nation aufräumt und dafür eine vorherige latente Abneigung gegen Australier so richtig zum Erblühen bringt? Laute, enervierende Proleten. Die Frauen, wohlgemerkt. Von den Männern reden wir lieber erst gar nicht…

    Die Show im Moulin Rouge jedenfalls war toll. Leicht trashig, aber das darf es ja auch sein😉 Nur das Menü kann man sich schenken. Es wird nicht etwa (wie ich erwartet hatte) zwischen den Akten serviert, sondern komplett vorab unter netter aber unspektakulärer Live-Musik-Begleitung. Und ist zwar (sehr) gut, aber für den stolzen Preis bekommt man in Paris durchaus noch besseres Essen😉

Gesülze / My 2 cents

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s