Vorstadtkrokodile 3

Es gab ein Special-Event, und Frau Chief durfte mal wieder mit. Und so machten wir uns an diesem schönen Sonntagmittag auf ins Filmcenter Dillingen zur Sondervorführung der Vorstadtkrokodile 3. An dieser Stelle möchte ich mich nebenbei nochmal bei meinem wunderbaren multitaskingfähigen iPhone bedanken, das uns nicht nur mit Musik versorgte, sondern nebenher auch via Navigon ganz vorzüglich den Weg gewiesen hat.  Ich staune immer wieder über die Wunder der modernen Technik und bin froh, so eine eierlegende Wollmilchsau zu haben. Spare ich mir immerhin ein “echtes” Navi für viel Geld, aber ich schweife ab.

Anyway,  wir wurden herzlich empfangen mit einem kleinen Snack und konnten auch gleich einen Plausch mit dem Regisseur Wolfgang Groos und den anwesenden Darstellern halten. Dann gingen wir einmal ums Haus, um von vorne über den roten Teppich wieder einzulaufen. Als das dann losging, war der Andrang schon recht groß.

Btw: Der Herr vorne mit dem Mikro in der Hand ist Regisseur Groos, die blonde junge Dame links, die gerade Autogramme gibt, ist Ella-Maria Gollmer, im Film die “Jenny”.

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Das Kino war rappelvoll, ohne Übertreibung. Der Film an sich war mal wieder der typische Frau Chief-Dreh: Eigentlich interessiert mich so eine Jugendbandenfilm-Thematik nicht wirklich, außer es handelt sich um die blutrünstige, waffenstarrende, zombiejagende, Untotenghettoarmee aus LA South Central mit Dependance in Venice Beach und Porn Valley, aber was soll ich sagen? Ich hatte auch ohne diese Accessoires einen riesen Spaß. Zum Inhalt an sich will ich gar nicht viel spoilern, außer, dass es was mit Unfall, Krankenhaus und Gefängnis zu tun hat, und man es sich auch als Erwachsener durchaus angucken und mitfiebern kann. Die Stimmung während der Vorführung war dementsprechend großartig.

Hinterher gab es noch eine Frage und Antwortrunde mit den anwesenden Stars:

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(Von links nach rechts: Kinobesitzer Bernd Mayr, Regisseur Wolfgang Groos, Dillingens Bürgermeister, Fabian Halbig, Ella-Maria Gollmer,  Nick Romeo Reimann, und eine Dame, von der ich leider nicht mehr weiß, wer es war, sorry.)

Als das Spektakel vorbei war, bekamen wir von den Kinobesitzern noch eine Führung durch alle Säle und – für Technikfreaks wie mich besonders interessant – die Vorführräume. Und damit wir nicht verhungern auch noch Pizza und Getränke spendiert. Es war ein toller Nachmittag, falls sich irgendwer, der Anwesenden, Mitwirkenden, Stars…  hierher verirren sollte sagen wir nochmal ganz herzlichen Dank Smiley mit geöffnetem Mund !

Und wenn wir auf der Rückfahrt auch wieder auf den Navigon gehört hätten, und nicht stattdessen der Beschilderung gefolgt wären, dann hätten wir auch keinen Umweg von ca. 50km fahren müssen. Aber irgendwas ist ja immer.

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19 Antworten zu Vorstadtkrokodile 3

  1. RushOliver schreibt:

    Zumindest fällst Du rein Größentechnisch nicht wirklich auf unter den ganzen 10 Jährigen. *fg*

  2. MasterChief schreibt:

    Oh ja. Den Altersschnitt haben wir ordentlich gehoben. Aber mal abgesehen davon: Schöner Kinderfilm, wunderbar kurzweilig, kann man sich auch als Erwachsener gut ansehen – womit er meiner bescheidenen Meinung nach einem „Ice Age“ einiges voraus hat… Rundum gelungener Besuch, schaun wir mal, ob wir ihn diese Woche zu „Bergblut“ wiederholen🙂 Die Dame ganz rechts ist Christina Christ, die Junior Producerin🙂

    • RushOliver schreibt:

      In diesen Film muß ich vermutlich nicht mit meinem Junior rein. Er hat zwar schon die Kinovorschau gesehen aber meint mehr oder weniger sinngemäß das die dort dargestellten Horrorelemente zu vielfältig sein dürften. Mit Horrorelemente mein er die Kußszenen, da wendet er sich immer ab oder hält sich die Hand vor den Augen.

      Eventuell sollte man sowas bei der FSK Einstufzng auch berücksichtigen.😉

  3. MasterChief schreibt:

    Lol, wie passend – beim (einzigen!) Filmkuss war direkt hinter uns ein lautes, langgezogenes „Wäääääääääääääääähhhhh“ zu vernehmen. Allerdings von einem Mädel😉

  4. DeserTStorM schreibt:

    Wenn man mal ehrlich ist: Wir Deutschen können tolle Autos bauen. Wir sind in der Wissenschaft sehr gut, auch in der Schwerindustrie oder in der technologischen Entwicklung. Wir können auch gutes Bier brauen und schaffen es jedes Jahr soviel Japaner in München zum K***** zu bringen wie kein anderes Land.

    Aber Filme können wir nicht, wir konnten es auch noch nie. Jeder 1980 gedrehte Indiana Jones Film ist besser als der neueste deutsche Streifen. Ich weiß nichtmal genau warum. Weil die Schauspieler nicht authentisch wirken? Es keine „neuen“ Stimmen gibt, welche zum Charakter passen, sondern jeder mit seiner original Quakstimme daher spricht? Vielleicht auch weil die Effekte schrottig sind und die Locations unecht wirken.

    Und wenn ich mir Trailer und Beschreibung ansehe – dann stimmt es wohl auch hier mal wieder. Auch wenn es ein Kiddy-Film ist🙂

    Aber wenigstens hattet ihr Spaß und das ist letztendlich ja die Hauptsache ne😉

    • MasterChief schreibt:

      Das liegt wohl ganz im Auge des Betrachters. Ich persönlich kann einem (hervorragenden) Film wie „vincent will meer“ ehrheblich mehr abgewinnen als dem unsäglichen „Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull“ und finde „Männerherzen“ oder „Shoppen“ um eine ganze Ecke authentischer, witziger und mitreißender als einen Großteil der Hollywood-Komödien („Hangover“ als Positivbeispiel mal ausgenommen). Es ist halt eher eine Frage des Budgets und damit der Themen – einen VFX-lastigen Blockbuster kann man nicht rein national produzieren. (Allenfalls in Frankreich, aber dort darf man sich im Vergleich zu Deutschland auch über ein Vielfaches der durchschnittlichen Kinobesuchsfrequenz freuen.)

      Das ist aber kein Problem mangelnden Know-Hows – deutsche Unternehmen wie Scanline oder Trixter sind in alle möglichen großen Hollywood-Projekte involviert – und wären sogar noch wesentlich dicker im Geschäft, würde die Postproduktion bei uns ebenso steuerlich begünstigt wie beispielsweise in Kanada.

      Im internationalen Zusammenspiel hat sich Deutschland ohnehin längst wieder Hollywood angenähert. „Inglourious Basterds“ ist ebenso eine deutsche (Ko-)Produktion wie ein „Valkyrie“, ein „Resident Evil: Afterlife“, ein „Der Vorleser“ oder demnächst „Die drei Musketiere“.

      „Wieder“ übrigens, weil schon ein einziger Titel reicht, um die Aussage, die Deutschen hätten nie Filme gekonnt, ad absurdum zu führen: „Metropolis“.😉

    • ChiefJudy schreibt:

      Auf den ersten „Blick“ geht’s mir da ähnlich wie Dir, Desert, aber bei genauerer Betrachtung (und etwas Hintergrundwissen, siehe Inglourious Basterds etc) muß ich mich dem MasterChief anschließen. Nicht alles aus deutschen Landen ist Müll, was Filme betrifft.
      Auch wenn ich zugeben muß, daß ich mehr amerikanische Lieblingsfilme und Schauspieler habe, als deutsche😉

      • Filmriss schreibt:

        Vielleicht sollte man der Fairness halber auch mal erwähnen, dass es auch noch andere gute Möglichkeiten gibt Filme in Deutschland zu drehen, die nicht von vornherein fürs Kino oder als zukünftiger Blockbuster gedacht oder geeignet sind.
        Wer nur darauf Wert legt, vergibt sich die Chance auf sehr gut gemachte Fernseh- oder Programmkinofilme von guten Autoren, mit guter Geschichte, guten Schauspielern und talentierten Regisseuren und Kameraleuten. Es muß also nicht immer das große Budget oder der große Film sein. Da werden die Erwartungen eh immer im Vorfeld so gepushed und viel heiße Luft verbreitet, gute Inhalte durch aufgeblasenes Marketing ersetzt. Ein guter Autorenfilm, der harscharf gerade so finanziert werden konnte, ist mir lieber als die Filmindustrie(!), die einen Film nach dem anderen raushauen muß um die Aktionäre der Filmstudios und Verleiher zufrieden zustellen. Deshalb meide ich auch die großen deutschen Kinoketten und gehe lieber in ein schönes kleines, gemütliches Programmkino, in dem man noch das Herzblut ihrer Besitzer für guten Film spürt.

        • MasterChief schreibt:

          Grundsätzlich d’accord – auch wenn „haarscharf gerade noch so zu finanzieren“ auch auf einen Gutteil größerer deutscher Mainstream-Produktionen zutrifft und ich als Zuschauer ohnehin keine Lust habe, mir Gedanken über die Trennlinie zwischen Arthouse und Mainstream zu machen. Zumal sich längst auch die Kinoketten für Filme geöffnet haben, die einst ausschließlich im Programmkino bzw. Arthouse-Kino liefen. Tatsächlich werden auch die Umsätze mit derartigen Filmen („Drei“ mal nur als akutelles Beispiel genannt) zunehmend in Multiplexen erzielt – worauf mittlerweile sogar die FFA in ihrer Programmkinostudie reagieren musste.

  5. Lauffrau schreibt:

    Das klingt nach einem gelungenen Erlebnis. Ich vermute, ich werde diesen Film bestimmt noch so 1-7 mal sehen dürfen – genau wie viele andere „Kinder“filme, von daher freut es mich, dass er ganz gut ist!🙂

    Es gibt hier im Rheinland übrigens eine Stadt, da verfährt man sich sogar MIT Navi – und das ist NICHT Köln!

  6. spanksen schreibt:

    Da wird geknutscht? Dann werde ich mit mit Little Miss Spanksen wohl doch eher Narnia anschauen😉

  7. AndiBerlin schreibt:

    Ich frage mich ja, wieso eine erneute Verfilmung des grandiosen Jugendbuches notwendig war. Der erste Film aus den 70’ern war gut so wie er war, und man kann ihn heute immer noch sehen (warum wird der nie im TV wiederholt?).
    Schlimmer noch, wieso hat man es für nötig erachtet noch zwei weitere Teile hinterher zu schieben? Mir ist nichts von weiteren Büchern bekannt.

    Zur Diskussion in Sachen deutsche Filme kann ich nur nachschieben, das die mangelnde Akzeptanz deutscher Filme wohl damit zu tun hat, das viele ausländische Filme gewohnt sind.
    Wenn man sich aber mal die Mühe macht sich auf einen deutschen Film einzulassen (und damit meine ich nicht die Bulli- Filme oder Filme mit sogenannten deutschen „Comedians“), wird man oftmals belohnt.
    „Bang Boom Bang“ wird z.B. auf ewig einer meiner Lieblingsfilme bleiben, so gerne ich auch amerikanische Produktionen sehe.

    • ChiefJudy schreibt:

      „Wenn man sich aber mal die Mühe macht sich auf einen deutschen Film einzulassen (und damit meine ich nicht die Bulli- Filme oder Filme mit sogenannten deutschen „Comedians“), wird man oftmals belohnt.“

      Ich glaube, genau das ist der Punkt. Man muß dem Ganzen eine Chance geben, dann findet man durchaus die ein oder andere Perle😉

    • MasterChief schreibt:

      Mangelnde Akzeptanz deutscher Filme? Bei einem Kino-Marktanteil von jeweils rund 27 Prozent in 2008 und 2009 kann man davon wohl kaum sprechen.

      • AndiBerlin schreibt:

        War der Marktanteil echt so hoch in den Jahren? Das überrascht mich offengestanden schon sehr.
        Ich habe ja zum Thema „Deutscher Film“ immer meinen Neffen (22) vor Augen, der bei Deutschen Filmen immer die Augen verdreht.

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