The King’s Speech

1936. King George V. stirbt, und wenige Monate später dankt sein Nachfolger, Eduard VIII, ab weil er die zweimal geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson heiraten will. Auf den Thron kommt somit sein Bruder, der Vater der heutigen Queen Elisabeth II. . Er ist vom Naturell her schüchtern und stottert schlimm. Und das ist für einen König natürlich eher hinderlich, weshalb er sich Hilfe sucht. Soweit kann man das in allen Geschichtsbüchern nachlesen, wobei der Part mit dem Sprachtrainer natürlich nur angeschnitten wird. Und genau darauf konzentriert sich der Film.

In wie weit man sich künstlerische Freiheiten genommen hat vermag ich natürlich nicht zu sagen, dennoch – der Film ist klasse! Colin Firth hat seinen Academy Award redlich verdient, er stellt den gehemmten König so eindringlich dar, dass man richtig mitleidet und – fiebert. Geoffrey Rush als der Sprachlehrer Lionel Logue paßt auch perfekt. Und auch, wenn ich den Regieoscar dann doch lieber bei „127 hours“ gesehen hätte, wurde „The King’s Speech“ zu Recht oscarmäßig so heftig gefeiert.

Der Film hatte in den USA übrigens zuerst ein R-Rating aufgrund etwas heftigerer Wortwahl in diversen Situationen. Nachdem man dann ein paar „fucks“ rausgeschnitten hatte, bekam er aber doch ein PG-13.

Man glaubt es nicht? Reingehen und angucken. Es lohnt!

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13 Antworten zu The King’s Speech

  1. graval schreibt:

    Wirklich ein grossartiger Film, mein Highlight bisher. Und ich hab schon True Grit und Rango gesehen.😉 Gegen Schluss fiebert man auch richtig mit Bertie, auch wenn man ja irgendwie weiss, dass es gut herauskommt🙂

  2. AndiBerlin schreibt:

    Auch wenn der Film nicht so ganz so typisch ist für die Filme für die ich sonst so ins Kino gehe, hat mich „The Kings Speach“ begeistert.
    Schon bei der Eingangsequenz, wo er seine erste Rede halten soll die auch im Radio übertragen wird, war unheimlich geladen. Wir Du schon erwähntest, man leidet förmlich mit dem jungen Prinzen, wie er um die Wörter ringt.
    Und jeder verbale Schlagabtausch zwischen Firth und Rush in ihren Rollen waren ein Hochgenuss!

    Das mit dem geplanten R- Rating in Amerika hat mich überrascht, davon wußte ich nichts.

  3. MasterChief schreibt:

    Altmodisches Schauspielerkino im allerbesten Sinne. Den immensen Vorschusslorbeeren aus dem Bekannten- und Kollegenkreis wurde er am Ende in meinen Augen zwar nicht völlig gerecht, hauptsächlich weil mir die Zäsur am Ende ein paar Nummern zu abrupt und deutlich ausfiel. Nichtsdestotrotz ein hervorragender Film, getragen von einer Idealbesetzung. Erfrischend zu sehen, mit wie wenig Pathos man so einem Thema auf der Leinwand begegnen kann, ohne Kompromisse bei der emotionalen Wirkung eingehen zu müssen. „127 Hours“ bleibt zwar weiterhin mein Favorit in diesem Jahr, mit „The King’s Speech“ gibt es jetzt aber eine starke Nummer 2.

    @AndiBerlin
    Der Film lief in den USA bereits mit einem R-Rating im Kino, die Anpassungen und die neue Freigabe erfolgten während der laufenden Auswertung – mit positiven Folgen für das Boxoffice…

  4. choppchopp schreibt:

    Pfui, also erst habe ich gedacht der Masterchief hat diesen Post vom Stapel gelassen, nachdem er zu tief in die Flasche geschaut hat. Sorry guys! Aber dieser Film ist mit Abstand einer der langweiligsten Streifen, den ich mir seit langem antun musste. Meine Begleitung hat mich mehrere Male angestubst, als ich mich im Kino lieber mit meinem iphone beschaeftigt habe. Sei es drum, mich hat Stotter Stanley null begeistert – gott sei Dank war ich davor noch im Steakhouse sonst waere ich vermutlich Amok gelaufen!

    • ChiefJudy schreibt:

      Wie heißt es so schön: Über Geschmack läßt sich nicht (oder je nach Sichtweise- vortrefflich) streiten. Hin und wieder gefallen eben auch mir Filme, bei denen es nicht vorwiegen „Boom“ macht.
      Deswegen aber gleich „pfui“ zu schreien muß ja auch nicht sein. Wurdest Du denn an den Sitz gefesselt, oder wieso bist Du nicht einfach gegangen, wenn es gar so unerträglich war?

      • choppchopp schreibt:

        Wie heisst es so schoen: „Wer ficken will, muss freundlich sein!“ oder sich eben 90 Minuten langweilen – so muss halt jeder von Zeit zu Zeit seine Buerde tragen🙂

  5. spanksen schreibt:

    Muss leider noch auf Bluray Release warten

  6. Lauffrau schreibt:

    Danke für den Tipp🙂

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