Das Leben.

Also mit Kind mein ich. Ich weiß ja nicht, ob wir nicht irgendwas grundlegend falsch machen, aber es kommt mir sehr komisch vor. Von allen Seiten haben wir gehört, was für eine unheimliche Umstellung ein Leben mit Kind wäre. Alles wäre viel komplizierter, man könne ü-ber-haupt nicht mehr schlafen, Ausgehen sei vorbei und überhaupt wäre es so gravierend, wie wenn man in Europa leben würde und dann eines morgens in Afrika wieder aufwachen würde. Oder in anderen Worten – wir hatten uns auf so eine Art Kloster-Klaustrophobie-Hölle vorbereitet.

Und jetzt? Klar hat der BabyChief nachts Hunger, aber nicht öfters als ein- zwei Mal. Und ausschlafen? Wieso nicht. Dann stehen wir halt nicht um acht auf, wenn er wieder stillen will, sondern bleiben noch bis zum nächsten Mal im Bett mit ihm liegen. Klar, ich werde mitten in der Nacht aus der Tiefschlafphase gerissen, und das merke ich mittlerweile, aber wir sind noch weit vom Ich-kann-nicht-schlafen-Zombiemodus entfernt. Auch war ich relativ schnell alleine mit ihm zuhause, und ich hatte überhaupt keine Probleme, das auf die Reihe zu bekommen. Essengehen, Freunde/Verwandte besuchen, Freunde zum BBQ einladen – er verschläft das einfach. Oder er ist wach aber so brav, dass es wirklich keinen stört, im Gegenteil. Einkaufstouren in diversen Möbelhäusern? No problem. Natürlich ist das alles auch deswegen so einfach, weil ich keinerlei Probleme damit habe, in der Öffentlichkeit und in Anwesenheit von Fremden zu Stillen/Wickeln etc.  Lediglich die MaxiCosi-Schlepperei wenn es keine adäquaten Einkaufswägen gibt ist etwas beschwerlich. Der Kerl hat schon ganz schön Gewicht. Aber man ist ja erfinderisch.

Mir ist auch klar, dass sich das ändern kann, wenn er mobiler und noch wacher wird. Aber die Betonung liegt auf “kann”. Wir sehen das alles momentan sehr entspannt. Was wahrscheinlich zu seiner Ruhe beiträgt. Sogar die Fotosession letzten Freitag hat er stoisch verschlafen. Der Fotograf hat ihn ums Verrecken nicht wach bekommen und gemeint, er hätte selten so ein tiefenentspanntes Baby gesehen. Entweder der kleine Kerl hat sich frühzeitig irgendwo ein Opiumlager angelegt, oder er ist halt einfach so.

Und ja, er kann schon auch schreien. Ausdauernd und laut sogar.  Und es gibt natürlich auch die Momente, in denen ich Angst habe, daß es ihm nicht gut geht, weil er schreit, und ich nicht weiß, warum, aber das kommt bisher nur sehr sehr selten vor. Unser ♥ kleiner Mann ♥ macht’s uns wirklich einfach. 

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

Ganz ehrlich? Die Umstellung durch den Ortswechsel ist momentan ein größerer Einschnitt, als die Ankunft des kleinen BabyChief-Chefs. Allerdings warten wir, dass das dicke Ende irgendwann noch nach kommt…

Mir fällt grad doch was ein, was leider nicht geht. Kino. In USA dürfte man auch Säuglinge mitnehmen, aber hier halt nicht. Aber ich würde das auch in USA nicht machen. Alles muß man dann doch nicht ausreizen. Aber wozu gibt’s DVD/Bluray?

Und ja – manchmal vermisse ich meine Arbeit. Aber erstens weiß ich, dass ich ja wieder zurückkehren werde, und zweitens wird mir wirklich nicht langweilig Zwinkerndes Smiley

 

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42 Antworten zu Das Leben.

  1. Lauffrau schreibt:

    Das klingt gut!!!🙂

    Ich glaube, wenn man es entspannt sieht dann lässt sich das auch alles händeln…und du wusstest ja auch, dass er nachts mal Hunger bekommt😉
    Wahrscheinlich gibt es auch anstrengendere Babys als euren Kleinen, abre ich glaube, es ist tatsächlich auch eine Sache der Einstellung!
    Ich drücke dir bzw. Euch die Daumen, dass es so entspannt bleibt🙂

    • ChiefJudy schreibt:

      Natürlich gibt’s auch anstrengendere Babies. Ich möchte mir das Leben mit einem „echten“ Schreibaby auch gar nicht vorstellen. Sogesehen haben wir es sicherlich besonders gut getroffen🙂 .
      Aber ich finde schon, dass auch die Einstellung sehr viel aus macht.

  2. vanilleblau schreibt:

    Alles schon hinter mir. Im Grunde genommen weiss man vorher was einen erwartet bzw. erwarten kann und lässt sich ja auch bewusst drauf ein. Wer nachher überrascht ist hat eindeutig was falsch verstanden mit dem Kinder kriegen🙂

    ABER: Das grosse Gezetere kommt ja auch erst. Spätestens wenn die Beisserchen plagen und dann – und das ist gaaaaanz schlimm – wenn der kleine Schlumpf die Bedeutung des Wortes NEIN und die damit verbundene Macht entdeckt LOL

    • ChiefJudy schreibt:

      Das mit den Zähnen muss nicht unbedingt sein. Meine Nichte war diesbezüglich tatsächlich nicht wirklich schlimm. Ein wenig mies drauf – aber das war’s.

      Das Andere allerdings… das befürchte ich auch. Zumal ich ahne, dass der BabyChief ziemlich dickköpfig sein wird :mrgreen:

  3. Andreas schreibt:

    Wir hatten und haben (nach inzwischen fast 9 Jahren) auch so gut wie keine Probleme – aber einige Freunde und Bekannte, bei denen natürlich „alles anders“ ist🙂 Wir haben uns auch nicht eingeschränkt, den Kleinen einfach mitgenommen und/oder eben mal bei den Eltern ausquartiert (das allerdings erst nach ca. einem Jahr). Ich bin fest davon überzeugt, dass eine Lässigkeit bei den Eltern sich auch auf das Kind überträgt und wesentlich dazu beiträgt, dass es rund läuft und nicht zu einer 180° Umstellung im Leben führt. Musste mir aber schon oft anhören, was wir doch für ein Glück haben – alternativ wie leichtsinnig oder gleichgültig wir sind. Und ganz ehrlich: genauso scheint es richtig zu sein! Viel Spaß euch weiterhin!

    • ChiefJudy schreibt:

      Was bin ich froh, dass es auch Anderen – also eben Euch – so geht🙂 . Klar, ausquartieren ist noch nicht drin, will ich jetzt auch noch gar nicht, aber das kommt dann schon noch.

      …“alternativ wie leichtsinnig oder gleichgültig wir sind. “ –> Genau darauf warte ich schon die ganze Zeit… Wir werden uns aber nicht vom momentanen Weg abbringen lassen, denn uns geht’s allen sehr gut damit🙂 .
      Danke!

  4. Kun schreibt:

    Na da habt ihr wirklich Glück mit eurem Schatz. Unser Schatz hatte leider die 3 Monats Koliken. Glaub mal,wenn ein Baby 7 Stunden am Stück schreit,ist Schluß mit lustig. Aber das ging auch vorbei. Die Zähne gingen aber bei uns,bis auf ein paar wenige Nächte war es ganz erträglich.🙂
    Mittlerweile macht unser Kleiner alles unsicher. Das Wort „Nein“ ignoriert er dabei konsequent! Technikbegeistert ist er auch, mein LCD ist regelmäßig von Kinderhänden zugepflastert.:mrgreen:
    Ich kann euch nur raten, eure Technik möglichst hoch zu bauen, damit euch nicht das selbe Schicksal blüht. :mrgreen:

    • ChiefJudy schreibt:

      Ja das weiß ich schon, dass ein – warum auch immer – öfter schreiendes Baby mehr einschränkt. Daher sag ich ja, er macht’s uns auch einfach🙂 . Allerdings gibt’s schon Eltern, die es sich selbst schwer machen…
      Technik hoch bauen haben wir eh vor. Nämlich TV an die Wand etc. Bei uns ist eine angeborene Technikbegeisterung nämlich ziemlich wahrscheinlich :mrgreen:

  5. Picdame schreibt:

    ich hab meinen Sohn sogar auf Konzerte mitgeschleppt. Nicht direkt neben die Boxen, aber immerhin Arena; Biergarten, Kneipen, kennt er alles aus „the early years“. Ein sehr unkomplizierter Mensch. Ist er heute noch. Ganz die Mama:mrgreen:

  6. Frau Eiskalt schreibt:

    Entspannte Eltern – entspannte Kinder, kann ich immer wieder nur wiederholen😀
    Schön, dass es bei euch auch so gut läuft.
    Weitermachen!

  7. Lisette schreibt:

    Ist hier ähnlich! Ändert sich gerade ein bisschen, weil er immer aufgeweckter ist und dementsprechend abends Probleme hat, woanders einzuschlafen – gibt so viel zu sehen. Aber generell: Ging uns genauso, eine tolle Überraschung🙂

  8. BrummelBrot schreibt:

    Mangels praktischer Erfahrung muss ich wohl nach dem gehen, was man so im Umfeld mitbekommt. Definitiv ist da was dran, dass sich die entspannte Haltung der Eltern aufs Kind überträgt. Die Übermütter haben idR auch sehr nervöse/unruhige Kinder.
    Dies bestätigte mir unlängst auch eine Freundin, die in einer KiTa arbeitet. Natürlich gibt es auch Kinder, die einfach aus Prinzip von Geburt an ein (tschuldigung) Arschloch sind. Andere hingegen froh sind, wenn sie ihre Ruhe haben…

    Fakt: Dem Kurzen gehts gut und dann passt das auch (=

    Was das Kino betrifft. Ich werd da meine Kurzen so lange wie möglich davon fern halten. Eigentlich mag ich das Kino, aber ich hab da wirklich IMMER Kopfschmerzen im Anschluss, da es einfach viel zu laut ist.

    … und die Arbeit steht schneller wieder vor der Tür, als man glaubt…

    • ChiefJudy schreibt:

      Deshalb würde ich mein Kind auch in den USA nicht mit ins Kino nehmen. Eben wegen Lautstärke etc. Im Heimkino kann man die ja so regeln, dass der BabyChief auch beim Actionfilm keinen Herzkasper bekommt😉

  9. spanksen schreibt:

    Hey, das mit der unheimlichen Umstellung hast du aber nicht von mir gehört!😉

  10. Daywalker schreibt:

    Hey Chief,
    sofort auf Holz klopfen! Mein ‚Kleiner‘ war damals auch so eine Ausnahmeerscheinung um die uns jeder beneidet hat – geniessen und lächeln:mrgreen:

  11. blumenpost schreibt:

    Pssst… das ist hier bisher ganz genauso. Und ich traue es mich kaum zu sagen, weil ich nicht von allen Seiten drohend hören will „warte mal ab…!“.
    Mache es auch so wie du und liege teilweise bis zum späten Vormittag mit dem Julimädchen im Bett, muss immer grinsen wenn ich deine späten „Guten Morgen“ Tweets lese und ich auch grad aufgestanden bin.

  12. Eva schreibt:

    „Wir sehen das alles momentan sehr entspannt.“ DAS ist es! Und als 4-fache Mutter (inkl. Zwillinge) bin ich so überheblich zu behaupten, dass es genau daran liegt. Ich mag Deine Einstellung und wünsche Dir, dass Du sie behältst.🙂

  13. Miss Vanilla schreibt:

    Klopf auf Holz! Kann durchaus sein das das bleibt, da steckt man nie drin. Die erste Krise bekommt man, wenn das Kind krank wird – erkältet, Fieber oä . Unsere erste Erkrankung war ein Magen-Darm-Infekt mit einem halben Jahr, erst er, dann der Vater, dann ich im Abstand von 4 Stunden, nicht lustig!

    Wenn sie anfangen mobil zu werden wird es anstrengend, das ist dann aber überall das gleiche weil man Ohren und Hände zu wenig hat.

    • ChiefJudy schreibt:

      Nunja, wenn das Kind krank ist – zumal zum ersten Mal – ist wahrscheinlich auch die entspannteste Mutter erst mal etwas angespannter. Das will ich gar nicht ausschließen, allerdings hat das überhaupt nichts mit der Grundeinstellung zu tun. Die muß ich ja deshalb nicht gleich ändern😉 . Magen- Darm-Grippe in der ganzen Family – das glaub ich, dass das nicht lustig war. Und das mit der Mobilität – das ist mir auch klar, dass er dann nicht mehr überall brav da liegt und schläft😉

  14. ednong schreibt:

    Haha,
    bei Ihren seherischen Fähigkeiten wissen Sie doch, wie es weiter geht …😉

  15. Miss Fairytalez schreibt:

    Das klingt doch gut. Uns ging es ähnlich mit den „Umstellung“ Sprüchen und ich hatte mir einfach gar keine Vorstellung gemacht was sich jetzt ändern würde und was nicht. Ich finde auf jeden Fall, dass viel mehr geht als man so denkt. Es gibt natürlich auch Tage an denen es nicht so perfekt läuft und man den halben Abend stillend im Restaurant sitzt und die Maus ansonsten in einem Tuch rumtragen muss weil sie alles sehen will und auf keinen Fall schlafen mag. Man könnte ja was verpassen. Aber ansonsten ist es meist wirklich recht entspannt.
    Ich kenne aber auch Freundinnen bei denen das tatsächlich anders (und sehr viel stressiger) ist.
    Warum weiß ich nicht, aber sicher spielt die eigene Einstellung auch eine Rolle.
    Und Kino? Ist mir seit Jahren zu teuer.

    • ChiefJudy schreibt:

      Es wird immer mal Tage geben, an denen es nicht so gut läuft. Geht uns Erwachsenen doch mit unsrer Laune/Befinden auch so. Die Zeiten, in denen der BabyChief mehr sehen will kommen demnächst sicher auch. Ich spür das schon^^

  16. Alice schreibt:

    Kommt einerseits auf’s Kind an und andererseits auf die Einstellung der Eltern. Deine ist klasse. Sollte es irgendwann bei uns so weit sein, werde ich mich noch mal in deinen Blog vertiefen um den Coolness-Faktr zu erhöhen😉

    Kino wegen potentiellen Geschreis nicht oder wegen des Geflackeres bzw. der Lautstärke?

  17. Märchenkönigin schreibt:

    Also ich finde, ihr macht es genau richtig. In den ersten zwei Monaten ist man mit Baby am mobilsten und ich finde, dass man das gegen Ende des Wochenbetts ruhig ausnutzen soll. Abends zusammen essen gehen, Freunde besuchen, an lauen Sommerabenden noch bis spät in der Strandbar sitzen… alles kein Problem mit so kleinen Frischlingen. Ihre Bedürfnisse können sofort von Mama gestillt werden und schlafen tun sie in dem Alter eh überall und am besten mit Geräuschkullisse im Hintergrund. So ab 3/4 Monaten wurde es bei uns aber etwas schwieriger. Man merkte sofort, wenn das Baby überreizt war und schlafen ging auch nicht mehr überall. Ab einer bestimmten Zeit ist es dann z.B. auch wichtig einen festen Rythmus zu haben (Essen, Schlafen) und das Kind in die gewohnte Schlafumgebung zu legen. So ab 8 Monate war das glaube ich bei uns ziemlich heftig jedesmal wenn wir zu unseren Eltern in die alte Heimat gefahren sind. Da ich dann das Einschlafstillen nicht mehr praktiziert habe (also wach ins Bett legen) und das Kind nachts öfter wach wurde (vorher schlief sie durch… in dem Alter kamen ungefähr die ersten Zähne), wirkte sich die fremde Umgebung sehr auf das Kind aus. Ich werde nicht vergessen wie ich Anfang Juli erst wieder bei meinen Eltern abends 2 Stunden mit dem KiWa im Park spazieren gefahren bin, damit dass Kind in den Schlaf findet. Das war im ersten halben Jahr nie nötig, egal wo wir nächtigten. Hach ja…
    Ich könnte ja gerne noch so einen Beitrag zum Thema „Kind im eigenen Zimmer schlafen lassen“ schreiben… das wäre nämlich bei uns am besten im Monat 2-7 gegangen (im ersten schlief sie noch mit im Elternbett), seitdem muss ich nachts immer mehrmals ran. Gottseidank schläft sie noch bei uns im Schlafzi im eigenen Bettchen nebenan.😉

    Genießt die Zeit und schaut einfach was kommt. Vielleicht habt ihr einfach ein easy-going-Baby zuhause.😀 Unsere Maus war im ersten Jahr auch sowas von entspannt und grundzufrieden mit sich und der Welt. Pünktlich zum ersten Geburtstag ist hier aber plötzlich eine kleine Zicke eingezogen.😉

    • ChiefJudy schreibt:

      Harhar, das mit der Zicke wird hier wohl nicht passieren, allerdings könnte er sich noch zum kleinen Terroristen entwickeln😉
      Hört sich auch gut an bei Euch, und dass es zumindest aufwändiger wird, wenn sie älter werden, das ist mir wiegesagt auch klar. Mal sehen, was so kommt.

      Kind im eigenen Zimmer schlafen lassen – ich glaube, momentan würde er das sogar mitmachen. Will ich aber noch nicht, da das mit dem Stillen nachts so praktischer ist. Außerdem wollen wir doch noch kuscheln, solange das geht🙂 Wir haben vor, das um den Jahreswechsel rum zu versuchen, da ist er dann ca. ein halbes Jahr alt (außer er wird vorher viel zu groß für’s Babybay). Bei meiner Nichte hätte das gut geklappt, wenn sie nicht aus anderen Gründen dann nochmal zu den Eltern hätte ziehen müssen… Kommt ja auch aufs Kind an.
      Ich laß mich überraschen!

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